Gespenster und Sagen

Gräuelgeschichten

aus den Verliesen

Die engen Verliese zeugen von Grauen, Peinigungen und schreckenerregenden Geschichten über eine erbarmungslose Schlossherrin. Fürchterliche Erzählungen über die geldgierige Ingeborg Skeel, die ihren Schlossbaumeister umbrachte, indem sie ihn in den Wallgraben stieß.

Ingeborgs grausame Taten haften noch immer an ihrem Schicksal. Ihre gepeinigte Seele findet keine Ruhe im Grab, weshalb sie Schloss Voergaard auch heute noch heimsucht.

"Rosedonten"

Voergaards berühmtestes Kerkerloch – Rosedonten – befindet sich im ältesten Teil des Schlosses. Es ist so klein, dass ein erwachsener Mann weder aufrecht stehen noch ausgestreckt liegen kann. Es gibt keinerlei Licht- oder Luftlöcher.
Vom Kerker aus führt ein Schacht in ein zwei Stockwerke höher gelegenes Zimmer, in dem man hören kann, was im Verlies gesprochen wird.

Ingeborg Skeel

Es herrscht kein Zweifel – Dänemarks berühmtestes Gespenst, Ingeborg Skeel, spukt auf Schloss Voergaard um. Es gibt zahlreiche Berichte über mysteriöse Ereignisse und Sichtungen einer weißen Dame, die nachts durch das Schloss geistert.
Ingeborg Skeel war eine umtriebige und tüchtige Geschäftsfrau und damit bei einem Großteil der Bevölkerung verhasst. Die Geschichten über ihre Untaten sind vielfältig. So heißt es, dass sie ihren Architekten Philip Brandin im Wallgraben ertränkte, damit er kein anderes Schloss wie Voergaard mehr bauen konnte.
Nach Ingeborgs Tod im Jahre 1604 spukte sie so intensiv im Schloss, dass man einen Priester rief, um sie in einem nahegelegenen Moorgebiet zur Ruhe zu beschwören. Doch allen Geschichten zum Trotz ist es eine Tatsache, dass Ingeborg sehr viel Geld an ein Armenhaus spendete und für die Armen des Ortes Sæby ein Krankenhaus und eine Schule erbauen ließ.

Der Blutfleck, der sich nicht abwaschen lässt

Im nordöstlichen Turmzimmer sieht man auf dem Boden einen Fleck, der angeblich von einer Person stammt, die hier erschlagen wurde. Dass hier unschuldiges Blut vergossen wurde, sei daraus zu ersehen, dass sich der Fleck nicht entfernen lässt.
Der Fleck war lange Zeit in Vergessenheit geraten, doch während einer Renovierung des Zimmers im Jahre 1997 tauchte er nach dem Entfernen von Firnisanstrichen vieler Jahre wieder auf. Mehrere Abschleifversuche haben nichts genutzt – nach wenigen Tagen erscheint der Fleck immer wieder.

Das Wildschweinfell

In einer Vitrine im Schloss liegt das Fell eines Wildscheins, das im 18. Jh. auf den schlosseigenen Ländereien erlegt wurde. Da sich der Vorfall an der Grenze zwischen Hundslund und Voergaard ereignete, kam es zu einer kleinen Fehde, die schließlich mit dem Teilen der Beute endete – Voergaard bekam das Fell. Man sagt, das Wildschweinfell dürfe niemals aus Schloss Voergaard entfernt werden, da sonst das gesamte Gebäude einstürzen würde.