Die Geschichte von

Schloss Voergaard

1510 - 1536

Der Knappe Jakob Andersen zu Voergaard überträgt den Hof dem Bischof von Børglum, Niels Stygge Krumpen.
Stygge Krumpen lebt auf Voergaard gemeinsam mit Elsebeth Gyldenstjerne, die er ihrem Ehemann, dem Ritter Bonde Due, geraubt hat.
Während dieser Zeit erweitert und verstärkt Stygge Krumpen die Verteidigungsanlagen von Voergaard in der Absicht, den Hof zum Hauptsitz seines Bistums zu machen, das mittlerweile die gesamte Region Vendsyssel umfasst.
Voergaard wird 1534 von Skipper Clements Bauernheer erobert und fällt nach der Reformation 1536 an den König.

1578 - 1588

König Frederik II. überträgt Voergaard an Karen Krabbe.
Ingeborg Skeel erbt Voergaard von ihrer Mutter Karen Krabbe und beginnt mit dem Bau des Renaissanceflügels, nach einem Entwurf des holländischen Bauherren Phillip Brandin. 1588 ist das Bauwerk vollendet.
Frederik II. schenkt Ingeborg Skeel das eindrucksvolle Sandsteinportal, das eigentlich Schloss Frederiksborg in Hillerød zugedacht war.

1644 - 1872

1644 erobert Oberst Vogn Vognsen Schloss Voergaard mit seinem Heer aus freiwilligen Bauern. Voergaard hatte bis dahin als Stabsquartier für die schwedischen Besatzer gedient.
In den Kriegen 1627-29 und 1643-45 wird Voergaard mehrfach angegriffen.
Nach vielen, von wechselnden Besitzern und Verfall geprägten Jahren übernimmt im Jahre 1872 Peter Brønnum-Scavenius Voergaard. Er beginnt mit einer umfassenden Renovierung und kauft einen Teil der Ländereien zurück, die im Laufe der Zeiten verkauft worden waren.
Bei seinem Tod 1914 ist Voergaard wieder eines der größten Güter des Landes mit knapp 2.000 ha Land.

1955 - 1963

1955 wird Voergaard vom dänisch-französischen Grafen E. Oberbech-Clausen erworben, der eine umfassende Restaurierung in Gang setzt. Der Graf hatte sein Vermögen in Frankreich gemacht und die Witwe des Grafen Chenu-Lafitte geheiratet, eine Tochter des berühmten Chirurgen Péan. Aus diesen beiden Familien stammt ein großer Teil der umfangreichen Kunstsammlung.
1963 stirbt Oberbech-Clausen und Voergaard geht in den Besitz eines Familienfonds über, dessen Ziel es ist, das Schloss für die Nachwelt zu erhalten und die Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.